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Tierschutz, PETA, Joanna Krupa, christliche Werte und Dackelschnauze

by Nuno F. Assis on 4. Januar 2010

Herzlich Willkommen. Schön, dass Sie uns wieder besuchen!

Liebe Leserin, Lieber Leser,

zu Beginn des neuen Jahres möchte ich einmal ganz bewusst ein Thema mit Ihnen besprechen, welches in den letzten Wochen für viel Aufsehen gesorgt hat und mit dem ich eine neue Reihe von Artikeln einleiten möchte, die ich hier in diesem Jahr verstärkt veröffentlichen möchte. In dieser neuen Reihe geht es um Artikel, in welchem ich zu verschiedenen Themen Stellung beziehen möchte und meine persönliche Meinung in Kombination mit interessanten Lehren daraus aufbereiten möchte. Sie haben dann auch die Möglichkeit zu jedem Artikel am Ende Ihre Meinung zu hinterlassen, so dass sich ein reger Austausch und eine interessante Diskussion zu den Themen ergibt. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

Vor einigen Wochen hatte ich ein Gespräch mit meiner guten Bekannten Joanna Krupa über das Thema Tierschutz. Für diejenigen von Ihnen die mit dem Namen Joanna Krupa nichts anfangen können: Die in Warschau geborene Joanna Krupa ist ein weltweit erfolgreiches Supermodel, das in Polen und in den USA große Erfolge feiert (Titelseite verschiedener Magazine, Titelseite des amerikanischen Playboymagazins usw.) und die sich seit vielen Jahren für Tiere in Not einsetzt und aktiv hilft. Unter anderem bekannt als „the sexiest top model in the world“ nutzt sie geschickt ihre Präsens in der Öffentlichkeit um immer wieder auf Tiere in Not aufmerksam zu machen.

In den letzten Monaten des Jahres 2009 hatte sie gerade eine sehr starke Medienpräsens in den USA durch ihren Auftritt in der sehr berühmten Show „Dancing with the stars“, in welcher berühmte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammen mit professionellen Tänzern und Tänzerinnen an einem Tanzwettbewerb teilnehmen, der dann durch die Zuschauer bewertet wird.

Joanna erzählte mir von ihrer geplanten neuen Kampagne für die Tierschutzorganisation PETA. PETA (Abkürzung für “People for the Ethical Treatment of Animals” – also Menschen, die sich für einen ethischen Umgang mit Tieren einsetzen) ist eine spendenfinanzierte Organisation die gegen Tierversuche, Massenhaltungen, Pelzverarbeitung usw. einsetzt. Spontan bot ich ihr natürlich auch an ihre Kampagne publik zu machen und so Tieren in Not zu helfen. Gerade weil das Motto der aktuellen Kampagne „Sei ein Engel für Tiere – adoptieren statt kaufen.“ ein aus meiner Sicht sehr schönes Motto ist, mit dem Tieren in Not aktiv geholfen werden kann. Ziel der Aktionist es nämlich: Leute, die zu Weihnachten zum Beispiel Hunde schenken, sollten einen hilfsbedürftigen Vierbeiner aus dem Tierheim retten – statt bei einem Züchter oder im Handel zu kaufen. Peta kritisiert seit langem, die nach ihrer Ansicht, schlechten Bedingungen im internationalen Tierhandel.

Nun ist die Organisation PETA für ihre provozierenden Aktionen bekannt und so sind auch die Aufnahmen für Joanna´s Kampagne mutig und ein wenig provozierend ausgefallen. Sie zeigen Joanna als nackten Engel mit christlichen Symbolen und gerade das Kreuz verdeckt alle entscheidenden Geschlechtsmerkmale aufs Nötigste. Denn noch ist die Aufmachung der Anzeige dem Hintergrund der Aktion, nämlich der Rettung von Tieren in Not, entsprechend angepasst und nutzt die Medienpräsenz und die Attraktivität des Models zur Werbung für einen guten Zweck.

Machen Sie sich nachfolgend selbst ein Bild von den beiden Anzeigen:

aktuelle PETA Kampagne mit Model Joanna Krupa

aktuelle PETA Kampagne mit Model Joanna Krupa

aktuelle PETA Kampagne mit Model Joanna Krupa

aktuelle PETA Kapmpagne mit Model Joanna Krupa

Was nun geschah war zu erwarten. Ein Aufschrei ging durch die Medien, der durch einige amerikanische, christliche Organisationen ausgelöst wurde, die die Aufmachung der Anzeige mit christlichen Symbolen und der Nacktheit für unangebracht halten. Die Kritik an den Anzeigen geht soweit, dass selbst über das „verführerische Lächeln“ von Joanna Krupa auf den Anzeigen hergezogen wird und wie man in Zusammenhang mit christlichen Symbolen sich so präsentieren könnte. Und wie immer bei solchen Diskussionen, wurden diese Anzeige im Eifer des Gefechts schon fast als „Gotteslästerung“ dargestellt.

Aus marketingtechnischer und pr-technischer Sicht war die Kampagne dadurch alleine schon einmal ein „Erfolg“, weil durch die Vielzahl der Diskussionen, die dann in der Vorweihnachtszeit durch alle TV und Radiostationen gingen, eine hohe Aufmerksamkeit erreicht wurde.

Aus meiner Sicht extrem schade ist, dass durch diese Diskussionen vom eigentlichen Ziel der Kampagne etwas abgelenkt wurde und anstatt darüber zu diskutieren, wie man Tieren in Not helfen kann, darüber diskutiert wurde, ob Nacktheit in Kombination mit christlichen Symbolen eine geeignete Darstellungsweise ist.

Was Sie jedoch hier erkennen können ist, dass unterschiedliche Werte zu unterschiedlichen Sichtweisen der gleichen Situation führen und das solche Konflikte in den Werten der Menschen dazu führen, dass Absolute aufgestellt werden, die weder hilfreich noch nützlich sind.

Anstatt sich bewusst zu machen, dass jeden Tag eine Vielzahl von Tieren sterben und/oder schlecht behandelt und gequält werden, diskutieren die christlichen Lager über die Darstellung von Symbolen. Dabei sollten doch gerade diese Lager es viel besser wissen. Denn ein Blick in die Bibel genügt um eine Vielzahl von Beispielen zu finden, in denen Gott und/oder Christus sich gerade derer angenommen hat, die von der Gemeinschaft, und oft von der religiösen Gemeinschaft, ausgesetzt oder verachtet wurden. Die Bibel ist voll mit Beispielen in denen Menschen, die gesellschaftlich nicht einen hohen Stand hatten, gerettet und geholfen wurden. Und finden wir nicht auch in der Bibel den Ausspruch, dass man kein Bildnis erschaffen soll?

Also warum erheben sich solche Organisationen um die Verwendung eines Symbols zu kritisieren, welches in der vorliegenden Anzeige gar nicht negativ verwendet wurde, sondern voller Ehre getragen wird um sich zu bedecken und auf etwas aufmerksam zu machen, was viel mehr Aufmerksamkeit verdient?

Wenn diese Organisationen sich die Mühe gemacht hätten, sich vor ihrer Kritik einmal mit dem Menschen Joanna Krupa näher zu beschäftigen, so wüssten sie das Joanna eine wahrer Engel ist wenn es um bedrohte Tiere geht. Nicht nur das sie selbst Tiere gerettet hat – sie setzt sich wo sie nur kann für die Behandlung von Tieren ein. Und jeder der sie einmal erlebt hat, weiß das sie sich auch sehr vehement für den Schutz von Tieren einsetzen kann und dabei an vorderster Front kämpft. Ein Umstand für den man sie nur bewundern kann.

Glaube ist hilfreich und er gibt vielen Menschen Orientierung, doch sollte Glauben niemals zum Selbstzweck werden und schon gar nicht fanatisch werden, denn wenn denkende Menschen sich einem Glauben unterwerfen ohne zu wagen diesen und seine praktische Umsetzung auch infrage stellen zu dürfen, dann wird es fanatisch. Und wohin Fanatismus die Menschheit führt, hat uns die Geschichte der Menschheit schon oft genug gezeigt.

Darum sollten sich die christlichen Kritiker (und jeder andere Kritiker auch) einmal an die eigene Nase fassen und sich die Frage stellen, wie vielen bedrohten Tieren sie schon geholfen haben und wie viele Lebewesen sie gerettet hatten. Denn wenn die christlichen Kritiker diese Kampagne ihren eigenen Glauben wirklich ernst nehmen und so vehement die Symbole dieses Glaubens verteidigen, so sollten sie auch die praktische Umsetzung ihres Glaubens unter die Lupe nehmen. Bereits in der Bibel, die so gerne von diesen Kritikern zitiert wird, wurde uns gezeigt wie wertvoll Vergebung ist, wie hilfreich es ist auf andere Menschen zuzugehen und das gerade die, die am meisten verurteilt wurden, diejenigen waren, die von Jesus oder Gott auserwählt wurden.

Denken Sie daran, schon in der Bibel steht:

„Der jenige von Euch, der frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein.“

Ich habe mit diesem Artikel ganz bewusst gewartet bis die Weihnachtssaison vorbei ist, denn gerade jetzt geht es vielen Tieren besonders schlecht. Tieren, die als Weihnachtsgeschenk verschenkt wurden und die nun die Tierheime füllen, weil die Beschenkten mit der Verantwortung nicht umgehen wollen und feststellen, dass Tiere eben doch Lebewesen sind, um die man sich kümmern muss. Deshalb möchte ich heute mit diesem Artikel Sie dazu auffordern zu spenden. Unterstützen Sie Organisationen wie zum Beispiel PETA. Oder wenn Ihnen solche großen Organisationen zu groß sind und Sie das Gefühl haben keine Kontrolle darüber zu haben, was mit Ihrem Geld konkret geschieht (wobei Sie da bei PETA in sehr guten Händen sind), so unterstützen Sie doch kleiner Projekte.

Ein solches Projekt ist www.dackelschnauze.com, dass von meiner guten Freundin Judith Rüstmann und Susanne Deparade ins Leben gerufen wurde. Beide Damen sind engagierte junge Frauen, die für sich beschlossen haben ganz konkret einen Unterschied im Leben von Hunden machen zu wollen.

Tierschutzprojekt www.dackelschnauze.com

Tierschutzprojekt www.dackelschnauze.com

Zu diesem Zweck unterstützen sie ein Tierheim in Pascani/Rumänien, in welchem streunende Hunde gepflegt werden. Sie unterstützen dieses Tierheim mit eigenen Mitteln, als auch mit Spenden und es ist ihnen nicht nur gelungen die Lebensbedingungen der Hunde in Rumänien zu verbessern, sondern sie haben auch in den letzten Wochen 12 Hunden aus Pascani ein neues Zuhause in Deutschland, Österreich und der Schweiz vermittelt.

Ein Projekt, das wie ich finde auf jeden Fall unterstützenswert ist und das auch ich in diesem neuen Jahr aktiv unterstützen werde, in dem wir einen Teil unserer Einnahmen diesem Projekt zur Verfügung stellen werden um noch mehr Hunde zu retten. Am besten Lesen Sie einfach hier selbst einmal nach www.dackelschnauze.com

Nutzen Sie die nachfolgende Möglichkeit ein Kommentar zu hinterlassen und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Ihnen.

Herzlichst,

Ihr Coach

Nuno F. Assis

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{ 1 comment… read it below or add one }

Sandy R. Januar 11, 2010 um 03:09

Danke dass es Peta gibt!
Tiere sind genau so lebewesen, die gefühlle haben-
wie leid,schmerz aber auch freude!

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